Weitere Informationen zu PathVysion

PATHVYSION HER2-DNA-SONDEN-KIT

 

Zuverlässige Ergebnisse

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit ist eines der ersten Beispiele des sogenannten genomischen Krankheitsmanagements bzw. der personalisierten Medizin. Dies bedeutet, dass der Test hilft, den HER2-Status einer Patientin sehr präzise auf DNA-Niveau zu bewerten, und Ärzte dabei unterstützt, die besten Therapieentscheidungen auf der Grundlage des eigenen genetischen Profils der Patientin zu treffen.

 

PathVysion ist einer der bevorzugten Tests zur Beurteilung des HER2-Status:

  • Das FISH-Verfahren gilt als Goldstandard für HER2-Tests.
  • Studien deuten darauf hin, dass die FISH-Methode genaue und reproduzierbare Informationen zum HER2-Status eines Tumors liefert.
  • PathVysion sorgt dafür, dass die in lokalen und zentralen Labors ermittelten Ergebnisse besser übereinstimmen als bei der IHC.
  • Die Chromosom-17-Sonde fungiert als interne Kontrolle und korrigiert die Einflüsse einer Polysomie (mit Abgrenzung einer Genamplifikation von einer Chromosom-17-Polysomie) sowie einer Zellkerntrunkierung.
  • Ein von der FDA zugelassenes automatisiertes Ergebnisanalysesystem ist für PathVysion erhältlich.**

** http://www.fda.gov/ Zulassung von Abbott AutoVysion im Okt. 2004, Zulassung von BioView Duet im Okt. 2008, Zulassung von Ikonisys oncoFISH her2 im Okt. 2008

 

Die direktmarkierten PathVysion FISH-Sonden liefern eindeutige Ergebnisse auf molekularer Ebene. Bei diesem Test werden Fluoreszenzsonden dazu verwendet, die HER2-Gene im Tumorzellkern zu färben und festzustellen, ob die Anzahl der Genkopien normal ist oder nicht. Die Befundung ist objektiv – die Ergebnisse ergeben sich aus der Zählung der Fluoreszenzsignale (Punkte). Da bei diesem Test das – sehr stabile – genetische Material gemessen wird, hat die Gewebevorbereitung zudem nur sehr geringe Auswirkungen auf die Testergebnisse.

 
 
 
 
Patienten

Willkommen

Wenn bei Ihnen Brustkrebs diagnostiziert wurde, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt entscheiden, welche Untersuchungs- und Behandlungsschritte als Nächstes zu unternehmen sind. Der HER2-Status liefert Informationen, die Ihnen und Ihrem Arzt dabei helfen, den für Sie am besten geeigneten Therapieansatz auszuwählen.

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Dieser Abschnitt enthält die Informationen, die Sie kennen müssen:

Was sind HER2 und HER2-Tests?

HER-2

HER2 steht für „humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2“. Das HER2-Gen ist eines von tausenden, aus denen sich der genetische Code aller lebenden Menschen zusammensetzt, und ist im Kern aller menschlichen Zellen enthalten, auch der Zellen des Brustgewebes. Das HER2-Gen liefert die Vorlage für die Herstellung des HER2-Proteins. Dieses Protein befindet sich an der Zellmembran und steuert das normale Zellwachstum und die normalen Zellfunktionen.

 

Eine außergewöhnlich hohe Anzahl an HER2-Genen wird mit einem schnellen Wachstum von Tumorzellen, einer Resistenz gegen Behandlungen sowie kürzeren erkrankungsfreien Zeiträumen und einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit in Verbindung gesetzt. Etwa 20 bis 25 % aller Brustkrebspatientinnen (also 1 von 4 Erkrankten) weisen eine außergewöhnlich hohe Anzahl an HER2-Genen auf und gelten somit als HER2-positiv. 

 

HER2-Tests

Ärzten ist mittlerweile bewusst, dass der HER2-Genstatus einer Patientin wichtige Informationen für die Brustkrebsbehandlung liefert.

 

Der HER2-Status ist ein aussagekräftiger, unabhängiger Vorhersagefaktor für den Krankheitsverlauf und das erkrankungsfreie Fortschreiten. Bestimmte Brustkrebsbehandlungen sind bei Frauen, die einen Überschuss an HER2-Genen aufweisen, wirksamer. Daher ist der HER2-Status einer Frau für den Arzt ein entscheidender Anhaltspunkt, um eine geeignete Behandlungsentscheidung treffen zu können. HER2-positive Patientinnen sprechen möglicherweise auf eine Anti-HER2-Therapie mit dem Arzneimittel Herceptin® (Trastuzumab) an. Dabei handelt es sich um eine gezielte Therapie zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs.

 

Das Risiko eines falsch bestimmten HER2-Status kann von großer Tragweite sein: Falsch positive Beurteilungen können medizinische Fehlentscheidungen zur Folge haben und bedeuten, dass eine Patientin einer unnötigen Therapie unterzogen wird. Umgekehrt können falsch negative Beurteilungen dazu führen, dass eine Patientin eine potenziell vorteilhafte Behandlung nicht erhält.

 

Weitere Informationen zu Herceptin® finden Sie unter www.herceptin.com.

 

Wer sollte untersucht werden?

Sowohl das National Comprehensive Cancer Network (NCCN®) als auch die American Society of Clinical Oncology (ASCO®) empfehlen bei allen Patientinnen mit invasivem Brustkrebs die Bestimmung des HER2-Status.

 

Doch auch wenn diese Untersuchung bereits bei der Erstdiagnose empfohlen wird, lässt sich der HER2-Status auch noch jederzeit danach bestimmen. In der medizinischen Fachwelt ist es bislang noch strittig, ob der HER2-Status bei jedem Auftreten oder Wiederauftreten einer invasiven Brustkrebserkrankung ermittelt werden sollte.

 

Was für HER2-Tests gibt es?

HER2-Testoptionen – Deshalb ist das FISH-Verfahren so wichtig

Bei Tests zur Bestimmung des HER2-Status wird entweder die Genkopiezahl oder die Proteinmenge ermittelt. Die beiden am häufigsten verwendeten Testarten sind die Immunhistochemie (IHC) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Der PathVysion Test nutzt zur Bestimmung des HER2-Status das FISH-Verfahren.

 

Der IHC-Test ist ein proteinbasierter Test und dient zur Bestimmung der Gesamtmenge an HER2-Proteinrezeptoren auf der Zelloberfläche. Zu diesem Zweck wird die Oberfläche der Zelle mit einem Antikörper „gefärbt“. Das Oberflächenprotein, das über das IHC-Verfahren gemessen wird, kann während der Vorbereitung der Gewebeprobe beschädigt werden und dazu führen, dass die Ergebnisse nicht immer gleich ausfallen. Ein Pathologe beurteilt den Grad der Verfärbung in der Zelle und stuft die gemessene Menge an HER2-Protein als 0, 1+, 2+ oder 3+ ein. Da es sich hierbei um einen relativ subjektiven Test handelt, werden die Ergebnisse häufig anhand eines FISH-Tests bestätigt.

 

Die FISH-Methode ist ein genbasiertes Testverfahren, mit dem die Anzahl der HER2-Gene in einer Zelle ermittelt werden kann. Im FISH-Test werden die HER2-Gene in der Zelle „markiert“, sodass sie fluoreszieren und genau gezählt werden können. Patientinnen mit mehr als zwei Genen pro Zelle gelten als HER2-positiv. Wenn der Test hingegen eine normale Genzahl ergibt, wird der Testbefund als HER2-negativ gewertet. Das FISH-Verfahren scheint eine Alternative zu sein, die die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, die anderen Methoden wie der Immunhistochemie innewohnen, überwinden kann.

 

Welche Vorteile kann PathVysion mir bieten?

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit kann sich als wertvolles Hilfsmittel im Kampf gegen Brustkrebs erweisen und liefert Ärzten, Pathologen und Patientinnen sehr genaue und zuverlässige HER2-Ergebnisse.

 

Der PathVysion HER2-Test ist eines der ersten Beispiele des sogenannten genomischen Krankheitsmanagements bzw. der personalisierten Medizin. Dies bedeutet, dass der Test die Bestimmung des HER2-Status einer Patientin auf DNA-Ebene mit einem hohen Grad an Genauigkeit ermöglicht und Ärzten hilft, auf der Grundlage des individuellen genetischen Profils einer Patientin optimale therapeutische Entscheidungen zu treffen.

 

PathVysion wurde von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA wie folgt zugelassen: als Hilfsmittel bei der Bestimmung prognostischer Faktoren von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II; als Hilfsmittel für die Prognose der erkrankungsfreien und der Gesamtüberlebenszeit von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II, die mit einer Doxorubicin-basierten Chemotherapie behandelt werden; und zur Unterstützung bei der Auswahl der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Herceptin® (Trastuzumab). Es ist nicht für Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen oder die Brustkrebsdiagnostik vorgesehen.

 

PathVysion liefert nachweislich äußerst genaue und zuverlässige Testergebnisse zum HER2-Status:

 

  • Das FISH-Verfahren gilt als Goldstandard für HER2-Tests.
  • Studien deuten darauf hin, dass sich der HER2-Tumorstatus mithilfe des FISH-Verfahrens genauer und reproduzierbarer bestimmen lässt.

 

Gespräch mit Ihrem Arzt

Damit Ärzte ihren Patientinnen die bestmögliche Versorgung zukommen lassen können, haben sich die American Society of Clinical Oncology und das College of American Pathologists (ASCO/CAP) mit Medizinexperten zusammengesetzt, um gemeinsam Empfehlungen zur Verbesserung der Genauigkeit von HER2-Tests bei Patientinnen mit invasivem Brustkrebs zu erarbeiten. In der Folge haben die ASCO und das CAP eine gemeinsame klinische Praxisrichtlinie zur HER2-Untersuchung bei Brustkrebs herausgegeben.

 

Wenn Sie mehr über diese Richtlinien erfahren möchten, besuchen Sie bitte Cancer.net. Dort finden Sie den ASCO-Patientenleitfaden: HER2-Tests bei Brustkrebs.

 

Fragen an Ihren Arzt

  • Im Folgenden finden Sie einige relevante Fragen, die Sie Ihrem Arzt im Gespräch stellen können.
  • Welche Art von Brustkrebs habe ich?
  • Können Sie mir Informationen zu den HER2-Tests geben?
  • Wurde mein HER2-Status bereits bestimmt?
  • Ist der PathVysion FISH-Test für mich geeignet?
 
 
 
Ärzte

Willkommen

Fortschritte bei Brustkrebsuntersuchungen und -behandlungen haben zu wesentlich besseren Therapieergebnissen für Patientinnen geführt. Der HER2-Status einer Patientin liefert wesentliche Informationen für die Brustkrebstherapie und kann dazu beitragen, die Lebensdauer zu verlängern.

 

Auf dieser Internetseite erhalten Sie einen Überblick über die derzeit verfügbaren HER2-Testoptionen. Zudem erfahren Sie die Gründe dafür, weshalb Studien durchgängig ergaben, dass der auf dem FISH-Verfahren beruhende PathVysion HER2-Test dazu beitragen kann, die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren unterliegen, zu überwinden und genaue und reproduzierbare Informationen zum HER2-Status eines Patiententumors zu erhalten.

 

Dieser Abschnitt enthält die Informationen, die Sie kennen müssen:

 

Die wachsende Bedeutung von HER2-Tests

Als Ergänzung zu den vorliegenden klinischen und pathologischen Informationen kann sich der HER2-Status im Hinblick auf die Prognose und die Wahrscheinlichkeit einer krankheitsfreien Progression als wertvolles Hilfsmittel erweisen. Eine genaue Beurteilung des HER2-Status kann für die Auswahl der geeigneten Therapie, einschließlich einer Herceptin® Therapie, von Bedeutung sein.

 

Herceptin® (Trastuzumab) ist mittlerweile als adjuvante Therapie zur Behandlung von HER2-positiven Mammakarzinomen im Frühstadium zugelassen, und zwar sowohl als Erstlinientherapie in Kombination mit einer Chemotherapie als auch als Zweit- und Drittlinienmonotherapie.

 

Das Risiko eines falsch bestimmten HER2-Status kann von großer Tragweite sein: Falsch positive Beurteilungen können medizinische Fehlentscheidungen zur Folge haben und bedeuten, dass eine Patientin einer unnötigen Therapie unterzogen wird. Umgekehrt können falsch negative Beurteilungen dazu führen, dass eine Patientin eine potenziell vorteilhafte Behandlung nicht erhält.

 

HER2-Testoptionen

Eine genaue HER2-Beurteilung ermöglicht die Auswahl der am besten geeigneten Therapie.

 

Bei Tests zum HER2-Status wird entweder die Genkopiezahl oder das Vorhandensein von Proteinrezeptoren ermittelt. Die beiden am häufigsten eingesetzten Methoden weltweit, die auch von der FDA in den USA zugelassen sind, sind die Immunhistochemie (IHC) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Zwei weitere Methoden, bei denen die Anzahl der HER2-Genkopien gemessen wird, sind die chromogene In-Situ-Hybridisierung (CISH) und die Silber-in-situ-Hybridisierung (SISH). Alle diese Verfahren werden routinemäßig anhand von formalinfixiertem, paraffineingebettetem Brustkrebsgewebe durchgeführt.

 

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)

Die FISH-Methode ist ein zytogenetisches Verfahren, das zur Detektion und Lokalisierung eines Vorhandenseins oder Fehlens spezifischer DNA-Sequenzen auf Chromosomen herangezogen werden kann. Hierbei werden Fluoreszenzsonden eingesetzt, die unter einem Fluoreszenzmikroskop sichtbar gemacht werden können.

 

FISH-Verfahren

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Die HER2-FISH-Methode ist ein genbasiertes Testverfahren, mit dem die Anzahl der HER2-Gene in einer Zelle ermittelt werden kann. Beim FISH-Test werden die HER2-Gene in der Zelle „markiert“, sodass sie als Fluoreszenzsignale (Punkte) erscheinen und genau gezählt werden können. Beim PathVysion® FISH-Test wird zusätzlich die Anzahl der Kopien des Chromosoms 17 in der Zelle gemessen. Da sich das HER2-Gen auf dem Chromosom 17 befindet, wird der Test dadurch um mehrere Kontrollmöglichkeiten erweitert. Nach der Auszählung der HER2- und Chromosom-17-Signale von 20 Zellkernen wird das Verhältnis von HER2 zu Chromosom 17 berechnet. Wenn dieser Wert mindestens 2 beträgt, gilt die Patientin als HER2-amplifiziert bzw. HER2-positiv. Wenn der Test hingegen eine normale Genzahl ergibt, gilt die Patientin als HER2-negativ. Das FISH-Verfahren ermöglicht es dem Betrachter, die Gene buchstäblich abzuzählen und so die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren unterliegen, zu überwinden. Da bei diesem Test das – sehr stabile – genetische Material gemessen wird, hat die Gewebevorbereitung zudem nur sehr geringe Auswirkungen auf die Testergebnisse.

 

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Die Abbildungen zeigen beispielhafte PathVysion Ergebnisse. Die Einzelergebnisse können abweichen.

 

Immunhistochemie (IHC)

Bei der IHC-Methode handelt es sich um ein Verfahren, bei dem auf mikroskopischen Objektträgern spezifische Antikörper zur Färbung von Gewebeproteinen eingesetzt werden. Die immunhistochemische Färbung ist in der Diagnostik und Therapie vieler Arten von Krebserkrankungen weit verbreitet.

 

Der HER2-IHC-Test ist ein proteinbasierter Test und dient zur Bestimmung der Gesamtmenge an HER2-Proteinrezeptoren auf der Zelloberfläche. Die Oberfläche der Zelle wird mit einem Antikörper „gefärbt“. Zur immunhistochemischen Auswertung werden die Intensität und der Prozentsatz der Zellen, die eine bräunliche Oberflächenfärbung aufweisen, herangezogen. Die Befundung dieser Proben basiert auf einer numerischen Skala mit den Werten 0 (negativ auf HER2-Überexpression), 1+ (negativ auf HER2-Überexpression), 2+ (positiv auf HER2-Überexpression) und 3+ (positiv auf HER2-Überexpression).

 

Die folgenden Faktoren haben Einfluss auf die Genauigkeit dieser Methode:

  • Das Protein kann im Rahmen der Fixierung und Einbettung des Gewebes mittels Formalin und Paraffin beschädigt werden, was zu einer Variabilität in den Testergebnissen führt.
  • Bei diesem Testverfahren kommen verschiedene Antikörperreihen zum Einsatz, darunter auch im Labor entwickelte Antikörper, die ebenfalls eine Variabilität zur Folge haben können. 
  • Die Interpretation ist relativ subjektiv und verlangt ausgeprägte Fähigkeiten und Fachkenntnis.

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Die Abbildungen zeigen beispielhafte IHC-Ergebnisse. Die Einzelergebnisse können abweichen. 

 

Vorteile von PathVysion für Ihre Patientinnen

 

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit kann sich als wertvolles Hilfsmittel im Kampf gegen Brustkrebs erweisen. Es handelt sich um einen präzisen Test, der Ärzten und ihren Patientinnen genaue und zuverlässige HER2-Ergebnisse zur Verfügung stellt.

 

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit ist eines der ersten Beispiele des sogenannten genomischen Krankheitsmanagements bzw. der personalisierten Medizin – dies bedeutet, dass der Test die genaue Bestimmung des HER2-Status einer Patientin auf DNA-Ebene ermöglicht und Ärzten hilft, auf der Grundlage des individuellen genetischen Profils einer Patientin optimale therapeutische Entscheidungen zu treffen.

 

PathVysion wurde von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA wie folgt zugelassen: als Hilfsmittel bei der Bestimmung prognostischer Faktoren von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II; als Hilfsmittel für die Prognose der erkrankungsfreien und der Gesamtüberlebenszeit von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II, die mit einer Doxorubicin-basierten Chemotherapie behandelt werden; und zur Unterstützung bei der Auswahl der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Herceptin® (Trastuzumab).

 

PathVysion ist eines der bevorzugten Verfahren zur Beurteilung des HER2-Status:

  • Das FISH-Verfahren gilt als Goldstandard für HER2-Tests.
  • Studien deuten darauf hin, dass PathVysion dazu beitragen kann, die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren wie die IHC-Methode unterliegen, zu überwinden.

Die direktmarkierten PathVysion FISH-Sonden liefern sehr genaue und zuverlässige Ergebnisse auf molekularer Ebene. Bei diesem Test werden Fluoreszenzsonden dazu verwendet, die HER2-Gene im Tumorzellkern zu färben und festzustellen, ob die Anzahl der Genkopien normal ist oder nicht. Da bei diesem Test das – sehr stabile – genetische Material gemessen wird, hat die Gewebevorbereitung zudem nur sehr geringe Auswirkungen auf die Testergebnisse.

 

Anforderung von PathVysion aus Ihrem Labor

Bei invasiven Mammakarzinomen ist die Beurteilung des HER2-Status im Rahmen der Therapieauswahl mittlerweile Standard.

 

Einige Labors bestimmen den HER2-Status dabei noch mittels der IHC-Methode.  Damit der HER2-Status Ihrer Patientin also in jedem Fall mittels einer FISH-basierten Methode ermittelt wird, fordern Sie auf dem Laboranforderungsschein explizit den PathVysion Test an.

 
 
 
 
Laborfachkräfte

Willkommen

Fortschritte bei Brustkrebsuntersuchungen und -behandlungen haben zu wesentlich besseren Therapieergebnissen für Patientinnen geführt. Der HER2-Status einer Patientin liefert wesentliche Informationen für die Brustkrebstherapie und kann dazu beitragen, die Lebensdauer zu verlängern. 

 

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Auf dieser Internetseite erhalten Sie einen Überblick über die derzeit verfügbaren HER2-Testoptionen. Zudem erfahren Sie die Gründe, weshalb Studien durchgängig ergaben, dass der auf dem FISH-Verfahren beruhende PathVysion HER2-Test dazu beitragen kann, die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren unterliegen, zu überwinden und genaue und reproduzierbare Informationen zum HER2-Status eines Patiententumors zu erhalten.

 

Dieser Abschnitt enthält die Informationen, die Sie kennen müssen:

Die wachsende Bedeutung von HER2-Tests

Der HER2-Status ist ein aussagekräftiger, unabhängiger Prognosefaktor für den Krankheitsverlauf und das erkrankungsfreie Fortschreiten. Eine genaue Beurteilung des HER2-Status ist für die Auswahl der geeigneten Therapie, einschließlich einer Herceptin® Therapie, von Bedeutung.

 

Herceptin® (Trastuzumab) ist mittlerweile als adjuvante Therapie zur Behandlung von HER2-positiven Mammakarzinomen im Frühstadium zugelassen, und zwar sowohl als Erstlinientherapie in Kombination mit einer Chemotherapie als auch als Zweit- und Drittlinienmonotherapie.

 

Das Risiko eines falsch bestimmten HER2-Status ist von großer Tragweite: Falsch positive Beurteilungen können medizinische Fehlentscheidungen zur Folge haben und bedeuten, dass eine Patientin einer unnötigen Therapie unterzogen wird. Umgekehrt können falsch negative Beurteilungen dazu führen, dass eine Patientin eine potenziell vorteilhafte Behandlung nicht erhält.

 

HER2-Testoptionen

Eine genaue HER2-Beurteilung ermöglicht die Auswahl der am besten geeigneten Therapie.

 

Bei Tests zum HER2-Status wird entweder die Genkopiezahl oder das Vorhandensein von Proteinrezeptoren ermittelt. Die beiden am häufigsten eingesetzten Methoden weltweit, die auch von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA zugelassen sind, sind die Immunhistochemie (IHC) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Zwei weitere Methoden, bei denen die Anzahl der HER2-Genkopien gemessen wird, sind die chromogene In-situ-Hybridisierung (CISH) und die Silber-in-situ-Hybridisierung (SISH). Alle diese Verfahren werden routinemäßig anhand von formalinfixiertem, paraffineingebettetem Brustkrebsgewebe durchgeführt.

 

Immunhistochemie (IHC)

Bei der IHC-Methode handelt es sich um ein Verfahren, bei dem auf mikroskopischen Objektträgern spezifische Antikörper zur Färbung von Gewebeproteinen eingesetzt werden. Die immunhistochemische Färbung ist in der Diagnostik und Therapie vieler Arten von Krebserkrankungen weit verbreitet.

 

Der HER2-IHC-Test ist ein proteinbasierter Test und dient zur Bestimmung der Gesamtmenge an HER2-Proteinrezeptoren auf der Zelloberfläche. Die Oberfläche der Zelle wird mit einem Antikörper „gefärbt“. Zur immunhistochemischen Auswertung werden die Intensität und der Prozentsatz der Zellen, die eine bräunliche Oberflächenfärbung aufweisen, herangezogen. Die Befundung dieser Proben basiert auf einer numerischen Skala mit den Werten 0 (negativ auf HER2-Überexpression), 1+ (negativ auf HER2-Überexpression), 2+ (positiv auf HER2-Überexpression) und 3+ (positiv auf HER2-Überexpression).

 

Die folgenden Faktoren haben Einfluss auf die Genauigkeit dieser Methode:

  • Das Protein kann im Rahmen der Fixierung und Einbettung des Gewebes mittels Formalin und Paraffin beschädigt werden, was zu einer Variabilität in den Testergebnissen führt.
  • Bei diesem Testverfahren kommen verschiedene Antikörperreihen zum Einsatz, darunter auch im Labor entwickelte Antikörper, die ebenfalls eine Variabilität zur Folge haben können.
  • Die Interpretation ist relativ subjektiv und verlangt ausgeprägte Fähigkeiten und Fachkenntnis.

 

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Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)

 

Die FISH-Methode ist ein zytogenetisches Verfahren, das zur Detektion und Lokalisierung eines Vorhandenseins oder Fehlens spezifischer DNA-Sequenzen auf Chromosomen herangezogen werden kann. Hierbei werden Fluoreszenzsonden eingesetzt, die unter einem Fluoreszenzmikroskop sichtbar gemacht werden können.

 

FISH-Verfahren

fishprocess5.jpg

Die HER2-FISH-Methode ist ein genbasiertes Testverfahren, mit dem die Anzahl der HER2-Gene in einer Zelle ermittelt werden kann. Beim FISH-Test werden die HER2-Gene in der Zelle „markiert“, sodass sie als Fluoreszenzsignale (Punkte) erscheinen und genau gezählt werden können. Beim PathVysion® FISH-Test wird die Anzahl der Kopien des Chromosoms 17 in der Zelle gemessen. Da sich das HER2-Gen auf dem Chromosom 17 befindet, wird der Test dadurch um mehrere Kontrollmöglichkeiten erweitert. Nach der Auszählung der HER2- und Chromosom-17-Signale von 20 Zellkernen wird das Verhältnis von HER2 zu Chromosom 17 berechnet. Wenn dieser Wert mindestens 2 beträgt, gilt die Patientin als HER2-amplifiziert bzw. HER2-positiv. Wenn der Test hingegen eine normale Genzahl ergibt, gilt die Patientin als HER2-negativ. Das FISH-Verfahren ermöglicht es dem Betrachter, die Gene buchstäblich abzuzählen und so die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren unterliegen, zu überwinden. Da bei diesem Test das – sehr stabile – genetische Material gemessen wird, hat die Gewebevorbereitung zudem nur sehr geringe Auswirkungen auf die Testergebnisse. 

 

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Die Abbildungen zeigen beispielhafte PathVysion Ergebnisse. Die Einzelergebnisse können abweichen.

 

Warum PathVysion?

 

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit kann sich als wertvolles Hilfsmittel im Kampf gegen Brustkrebs erweisen. Es handelt sich um einen präzisen Test, der Ärzten und ihren Patientinnen äußerst genaue und zuverlässige HER2-Ergebnisse zur Verfügung stellt.

 

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit ist eines der ersten Beispiele des sogenannten genomischen Krankheitsmanagements bzw. der personalisierten Medizin. Dies bedeutet, dass der Test die genaue Bestimmung des HER2-Status einer Patientin auf DNA-Ebene mit einem hohen Grad an Genauigkeit ermöglicht und Ärzten hilft, auf der Grundlage des individuellen genetischen Profils einer Patientin optimale therapeutische Entscheidungen zu treffen.

 

PathVysion wurde von der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA wie folgt zugelassen: als Hilfsmittel bei der Bestimmung prognostischer Faktoren von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II; als Hilfsmittel für die Prognose der erkrankungsfreien und der Gesamtüberlebenszeit von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II, die mit einer Doxorubicin-basierten Chemotherapie behandelt werden; und zur Unterstützung bei der Auswahl der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Herceptin® (Trastuzumab).

 

PathVysion ist der am besten geeignete Test für die Beurteilung des HER2-Status:

  • Das FISH-Verfahren gilt als Goldstandard für HER2-Tests.
  • Studien deuten darauf hin, dass PathVysion dazu beitragen kann, die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, denen andere Testverfahren wie die IHC-Methode unterliegen, zu überwinden.
  • PathVysion sorgt dafür, dass die in lokalen und zentralen Labors ermittelten Ergebnisse besser übereinstimmen als bei der IHC.
  • Die Chromosom-17-Sonde fungiert als interne Kontrolle und korrigiert die Einflüsse einer Polysomie (mit Abgrenzung einer Genamplifikation von einer Chromosom-17-Polysomie) sowie einer Zellkerntrunkierung.
  • Ein von der FDA zugelassenes automatisiertes Ergebnisanalysesystem ist für PathVysion erhältlich.
  • Abbott Molecular ist im Hinblick auf den Gesamtumsatz auf dem US-Markt sowie auf die Investitionen in Forschung und Entwicklung der unbestrittene Marktführer auf dem Gebiet der FISH-Technologie.

Die direktmarkierten PathVysion FISH-Sonden liefern Ergebnisse auf molekularer Ebene. Bei diesem Test werden Fluoreszenzsonden dazu verwendet, die HER2-Gene im Tumorzellkern zu färben und festzustellen, ob die Anzahl der Genkopien normal ist oder nicht. Die Befundung ist objektiv – die Ergebnisse ergeben sich aus der Zählung der Fluoreszenzsignale (Punkte). Da bei diesem Test das – sehr stabile – genetische Material gemessen wird, hat die Gewebevorbereitung zudem nur sehr geringe Auswirkungen auf die Testergebnisse.

 
 
 
 
Häufig gestellte Fragen von Patientinnen

Was ist HER2/neu?

HER2/neu wird auch als HER2 oder ERBB2 bezeichnet. HER2 steht für „humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2“. Das HER2-Gen ist eines von tausenden, aus denen sich der genetische Code aller lebenden Menschen zusammensetzt, und ist im Kern aller menschlichen Zellen enthalten, auch der Zellen des Brustgewebes. Das HER2-Gen liefert die Vorlage für die Herstellung des HER2-Proteins. Dieses Protein befindet sich an der Zellmembran und steuert das normale Zellwachstum und die normalen Zellfunktionen.

 

Wie häufig ist HER2-positiver Brustkrebs?

Eine außergewöhnlich hohe Anzahl an HER2-Genen wird mit einem schnellen Wachstum von Tumorzellen, einer Resistenz gegen Behandlungen sowie kürzeren erkrankungsfreien Zeiträumen und einer geringeren Überlebenswahrscheinlichkeit in Verbindung gesetzt. Etwa 20 bis 25 % aller Brustkrebspatientinnen (also 1 von 4 Erkrankten) weisen eine außergewöhnlich hohe Anzahl an HER2-Genen auf und gelten somit als HER2-positiv.

 

Muss ich meinen HER2-Status kennen?

Ihr HER2-Status kann ein wichtiger Faktor sein, da Sie und Ihr Arzt gemeinsam entscheiden, welche Behandlungsmöglichkeit für Sie am besten geeignet ist. Das NCCN (National Comprehensive Cancer Network) und die ASCO (American Society of Clinical Oncologists) empfehlen, bei allen invasiven Brustkrebserkrankungen den HER2-Status zu ermitteln.

 

Doch auch wenn diese Untersuchung bereits bei der Erstdiagnose empfohlen wird, lässt sich der HER2-Status auch noch jederzeit danach bestimmen. In der medizinischen Fachwelt ist es bislang noch strittig, ob der HER2-Status bei jedem Auftreten oder Wiederauftreten einer invasiven Brustkrebserkrankung ermittelt werden sollte.

 

Welchen Einfluss hat mein HER2-Status auf meine Behandlungsentscheidungen?

Die Bestimmung des HER2-Status hat sich bei Brustkrebspatientinnen als wichtiges Hilfsmittel für Routineuntersuchungen und die Behandlung erwiesen. Eine außergewöhnlich hohe Anzahl an HER2-Genen führt nachweislich zu einem aggressiveren Tumorverhalten. HER2-positive Patientinnen können unterschiedlich auf eine Chemotherapie reagieren. In Studien wurde gezeigt, dass die zusätzliche Gabe von Anthracyclinen sowie eine höhere Anthracyclin-Dosis bei HER2-positiven Tumoren wirkungsvoller sind als bei HER2-negativen Tumoren.

 

Zudem können sich bei HER2-positiven Tumoren auch zielgerichtete Therapien mit monoklonalen Antikörpern wie Herceptin® (www.herceptin.com) als wirksam erweisen. 

 

Wie wird mein HER2-Status ermittelt?

Die beiden am häufigsten eingesetzten Verfahren sind die Immunhistochemie (IHC) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Der PathVysion Test nutzt zur Bestimmung des HER2-Status das FISH-Verfahren.

 

Unterscheiden sich die verschiedenen HER2-Tests?

Ja. Ein genaues HER2-Ergebnis hilft Ärzten dabei, auf Grundlage des persönlichen genetischen Profils einer Patientin die am besten geeigneten Behandlungsmaßnahmen zu bestimmen.

 

Der IHC-Test ist ein proteinbasierter Test und dient zur Bestimmung der Gesamtmenge an HER2-Proteinrezeptoren auf der Zelloberfläche. Zu diesem Zweck wird die Oberfläche der Zelle mit einem Antikörper „gefärbt“. Das Oberflächenprotein, das über das IHC-Verfahren gemessen wird, kann während der Vorbereitung der Gewebeprobe beschädigt werden und dazu führen, dass die Ergebnisse nicht immer gleich ausfallen. Ein Pathologe beurteilt den Grad der Verfärbung in der Zelle und stuft die gemessene Menge an HER2-Protein als 0, 1+, 2+ oder 3+ ein. Da es sich hierbei um einen relativ subjektiven Test handelt, werden die Ergebnisse häufig anhand eines FISH-Tests bestätigt.

 

Der FISH-basierte HER2-Test PathVysion kann dazu beitragen, die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen, die anderen Methoden wie der Immunhistochemie innewohnen, zu überwinden. Der PathVysion® Test liefert äußerst genaue und zuverlässige Ergebnisse auf molekularer Ebene. Beim PathVysion Test werden die HER2-Gene in der Zelle „markiert“, sodass sie fluoreszieren und genau gezählt werden können. Patientinnen mit einer auffallend hohen Anzahl an HER2-Genen gelten als HER2-positiv. Wenn der Test hingegen eine normale Genzahl ergibt, wird der Testbefund als HER2-negativ gewertet. Mithilfe von PathVysion können Ärzte oder Pathologen die Gene buchstäblich abzählen, so die technischen und befundungsbezogenen Einschränkungen überwinden und dadurch feststellen, welche Frauen für HER2-gerichtete Behandlungen infrage kommen.

 

Was ist, wenn ich bereits eine Biopsie hatte, aber nicht weiß, ob ich auf HER2 untersucht wurde?

Ihr Biopsiegewebe kann jederzeit mithilfe von PathVysion untersucht werden, um Ihren HER2-Status zu bestimmen. Da die Anzahl der HER2-Gene bei diesem Test auf der stabilen molekularen DNA-Ebene gemessen wird, liefern auch eingelagerte Gewebeproben Ergebnisse. Bitten Sie Ihren Arzt um weitere Informationen. Bei der Entscheidung über Ihre Behandlung kann sich der HER2-Status als wichtiger Faktor erweisen.

 

Hat PathVysion Einschränkungen, die ich kennen sollte?

  1. Das PathVysion Kit wurde für die Bestimmung und Zählung des Chromosoms 17 und des HER2/neu-Gens in Interphase-Zellkernen, die aus formalinfixierten, paraffineingebetteten menschlichen Brustgewebeproben gewonnen werden, optimiert. Andere Arten von Proben oder Fixiermitteln dürfen nicht verwendet werden.
  2. Die Leistung des PathVysion Kits wurde ausschließlich anhand der Verfahren überprüft, die in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind. Änderungen an diesen Verfahren können die Leistung des Assays verändern.
  3. Die Leistungsmerkmale des PathVysion Kits wurden nur bei lymphknotenpositiven Patientinnen, die die verordnete Behandlung mit 5-Fluoruracil erhalten haben, sowie bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs, die für eine HERCEPTIN Behandlung infrage kommen, ermittelt. Die Leistung bei anderen Behandlungsregimen wurde nicht untersucht.
  4. Die klinische Auswertung von Testergebnissen muss unter Berücksichtigung der Krankengeschichte der Patientin und anderer diagnostischer Labortestergebnisse erfolgen.
  5. Die Ergebnisse des FISH-Assays sind unter Umständen nicht aussagekräftig, wenn die Probenqualität beziehungsweise die Vorbereitung des Objektträgers mit der Probe unzureichend ist.
  6. MTAs, die die Zählung der FISH-Signale vornehmen, müssen in der Lage sein, die Signalfarben Orange und Grün zu unterscheiden.

Gibt es zu PathVysion Warnhinweise, die ich kennen sollte?

  1. Zur in-vitro-diagnostischen Anwendung
  2. Das PathVysion Kit ist ausschließlich zur Verwendung bei formalinfixiertem, paraffineingebettetem Brustkrebsgewebe vorgesehen; es ist nicht zur Verwendung bei frischem oder brustkrebsfreiem Gewebe vorgesehen.
  3. Alle biologischen Proben müssen als potenziell infektiöses Material behandelt werden. Die ProbeChek Kontrollobjektträger werden aus humanen Zelllinien hergestellt, die in 10 %igem Formalin fixiert sind. Da sich häufig nicht sagen lässt, welche Proben möglicherweise infektiös sind, müssen bei allen menschlichen Proben und Kontrollobjektträgern allgemeine Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Richtlinien zur Probenhandhabung werden von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention herausgegeben.16
  4. Ein Kontakt der Proben mit Säuren, starken Basen oder extremer Hitze muss vermieden werden. Derartige Bedingungen können bekanntermaßen die DNA beschädigen und beim FISH-Assay zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
  5. Wenn nicht alle Vorgaben zur Objektträgerdenaturierung, Hybridisierung und Detektion eingehalten werden, sind die Ergebnisse möglicherweise inakzeptabel oder fehlerhaft.
  6. Zur Bestimmung der Zielbereiche muss bei jedem 10. Objektträger desselben Gewebeblocks eine HE-Färbung vorgenommen werden.
  7. Die Hybridisierungsbedingungen können beeinträchtigt werden, wenn andere als die von Abbott Molecular Inc. bereitgestellten Reagenzien verwendet werden.
  8. Die ordnungsgemäße Lagerung der Kit-Komponenten ist unerlässlich, um das angegebene Haltbarkeitsdatum nicht zu gefährden. Die Assay-Ergebnisse können beeinträchtigt werden, wenn die Kit-Komponenten unter anderen Bedingungen gelagert werden.
  9. Wenn die Lagerung bei niedrigen Temperaturen erfolgt, kann 20x SSC auskristallisieren. Wenn die Kristalle sich nicht bei Raumtemperatur auflösen, muss die Lösung entsorgt werden.
  10. Wenn andere Arbeitsreagenzien ausfällen oder sich trüben, müssen sie entsorgt und frische Lösungen vorbereitet werden.
  11. Die DAPI-Gegenfärbung enthält DAPI (4′,6-Diamidin-2-phenylindol) und 1,4-Phenylendiamin.

    •  DAPI ist aufgrund seiner positiven genotoxischen Wirkungen ein mögliches Mutagen. Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt vermeiden.

    •  DAPI ist aufgrund seiner positiven genotoxischen Wirkungen ein mögliches Mutagen. Einatmen, Verschlucken oder Hautkontakt vermeiden.
  12. Fluorophore neigen zur Photobleichung, wenn sie Licht ausgesetzt werden. Zur Begrenzung dieses Fluoreszenzverlusts sind alle Lösungen, die Fluorophore enthalten, bei gedämpftem Licht zu handhaben. Dies schließt alle Schritte ein, bei denen hybridisierte Objektträger zum Einsatz kommen. Alle Arbeitsschritte, die keine Beleuchtung erfordern (Inkubationsphasen, Spülvorgänge usw.) sind an einem dunklen Ort durchzuführen.
  13. Die LSI-Mischung aus HER2/neu und CEP 17-DNA-Sonde enthält Formamid, ein Teratogen. Jeden Haut- und Schleimhautkontakt vermeiden.
  14. Für die Messung der Temperatur von Lösungen, Wasserbädern und Inkubatoren sind kalibrierte Thermometer erforderlich.
  15. Die Temperatur von Vorbehandlungslösungen, Denaturierungslösungen und Spülpuffern muss vor jedem Gebrauch überprüft werden, indem die Lösungstemperatur im Coplin-Färbetrog mit einem kalibrierten Thermometer gemessen wird.
  16. Alle Gefahrstoffe müssen gemäß den Richtlinien der jeweiligen Einrichtung zur Entsorgung von Gefahrstoffen entsorgt werden. Die folgenden Informationen zu Risiken und Sicherheit gelten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EG). Nur für professionelle Anwender.
 
 
 
 
Häufig gestellte Fragen von Ärzten und Laborfachkräften

Was ist HER2/neu? 

HER2/neu, auch bekannt als ERBB2, ist ein Gen, das bei der Regulation des Zellwachstums eine entscheidende Funktion ausübt. Das HER2-Gen wird bei humanen Mammakarzinomen, Ovarialkarzinomen und anderen Krebserkrankungen amplifiziert und spielt eine wichtige Rolle bei der Progression vieler Tumoren. Diese Amplifikation ist durch eine erhöhte Transkription von mRNA und die anschließende Überexpression des Genprodukts gekennzeichnet. Bei ca. 20 bis 25 % aller Mammakarzinome liegt eine Amplifikation des HER2-Gens vor. Bei bestimmten Krebserkrankungen ist der Nachweis einer HER2-Amplifikation für Diagnose, Prognose, Auswahl der geeigneten Therapie und Prognose des Behandlungsergebnisses von Bedeutung.

 

Wie wichtig ist die HER2-Amplifikation für die Behandlung von Mammakarzinomen? 

Die HER2-Amplifikation und die anschließende Überexpression des Genprodukts haben sich bei Mammakarzinomen als wesentliche prognostische und therapeutische Marker erwiesen. Die Amplifikation dieses Gens wird sowohl bei lymphknotennegativen als auch lymphknotenpositiven duktalen Mammakarzinomen mit einer raschen Proliferation, einer kürzeren erkrankungsfreien Überlebenszeit und einer kürzeren Gesamtüberlebenszeit assoziiert. Seit dem Aufkommen gezielter monoklonaler Therapien, wie beispielsweise mit Herceptin® (Trastuzumab), ist die genaue HER2-Beurteilung für die Auswahl einer geeigneten Therapie unerlässlich. Sowohl das National Comprehensive Cancer Network (NCCN®) als auch die American Society of Clinical Oncology (ASCO®) empfehlen bei allen invasiven Mammakarzinomen die HER2-Beurteilung. 

 

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem HER2-Status und der Auswahl einer Doxorubicin-basierten Therapie?

Es wurde nachgewiesen, dass zwischen der HER2-Amplifikation und dem Ansprechen auf Doxorubicin-basierte Therapien ein Zusammenhang besteht. Vor allem wird die HER2-Amplifikation mit einem verbesserten Ansprechen auf intensivierte Doxorubicin-basierte Chemotherapien assoziiert. Im Hinblick auf die erkrankungsfreie und die Gesamtüberlebenszeit wurde in klinischen Studien gezeigt, dass Patientinnen mit HER2-Amplifikation von einer dosisintensiven Doxorubicin-basierten Therapie profitieren können. Bei Frauen ohne HER2-Amplifikation brachte eine intensivierte Doxorubicin-Dosis hingegen keine Vorteile.

 

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem HER2-Status und der Auswahl der Herceptin® Therapie? 

In der Packungsbeilage von Herceptin wird angegeben, dass die Bestimmung des HER2-Status erforderlich ist, um entscheiden zu können, welche Patientinnen für die Herceptin-Therapie infrage kommen. In einer einarmigen Studie zur Herceptin Monotherapie bei nicht rezidivierendem metastasiertem Mammakarzinom lag die Gesamtansprechrate unter 173 Patientinnen mit FISH-positiven Tumoren bei 19 %, wohingegen bei Patientinnen mit FISH-negativen Tumoren kein objektives Ansprechen beobachtet wurde. In allen Patientinnenproben war zuvor eine Überexpression von HER2 mit IHC-Grad 2+ oder 3+ festgestellt worden. Weitere Informationen zu HER2-Tests und Herceptin finden Sie unter www.herceptin.com.

 

Warum ist die genaue Beurteilung des HER2-Status von entscheidender Bedeutung?

Der HER2-Status ist ein aussagekräftiger, unabhängiger Prognosefaktor für den Krankheitsverlauf und das erkrankungsfreie Fortschreiten. Eine genaue Beurteilung des HER2-Status ist für die Auswahl der geeigneten Therapie, einschließlich einer Herceptin Therapie, von Bedeutung.

 

Das Risiko eines falsch bestimmten HER2-Status ist von großer Tragweite: Falsch positive Beurteilungen können medizinische Fehlentscheidungen zur Folge haben und bedeuten, dass eine Patientin einer unnötigen Therapie unterzogen wird. Umgekehrt können falsch negative Beurteilungen dazu führen, dass eine Patientin eine potenziell vorteilhafte Behandlung nicht erhält. 

 

Sollte der HER2-Status auf DNA-Ebene oder auf Genproduktebene (Proteinebene) beurteilt werden?

Zusätzliche Kopien des HER2-Gens führen zu einem Proteinüberschuss auf der Zelloberfläche. Die beim FISH-Verfahren direkt auf molekularer Ebene durchgeführte HER2-Beurteilung ist erwiesenermaßen genauer als IHC-Antikörper-basierte Tests. Von den Patientinnen mit metastasierendem Mammakarzinom der IHC-Grade 2+ und 3+, die mit einer Herceptin Monotherapie behandelt wurden, sprachen nur diejenigen auf die Therapie an, die FISH-positiv waren.

 

Was sind die genauesten verfügbaren Methoden zur Beurteilung des HER2-Status?

Bei Tests zum HER2-Status wird entweder die Genkopiezahl oder das Vorhandensein von Proteinrezeptoren ermittelt. Die beiden am häufigsten eingesetzten Methoden weltweit, die auch als einzige von der FDA in den USA zugelassen sind, sind die Immunhistochemie (IHC) und die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Zwei weitere Methoden, bei denen die Anzahl der HER2-Genkopien gemessen wird, sind die chromogene In-situ-Hybridisierung (CISH) und die Silber-in-situ-Hybridisierung (SISH). Alle diese Verfahren werden routinemäßig anhand von formalinfixiertem, paraffineingebettetem Brustgewebe durchgeführt.

 

Auch wenn die IHC in der Vergangenheit weit verbreitet war, kamen Fragen dazu auf, mit welcher Methode, also entweder FISH oder IHC, sich der HER2-Status eigentlich am zuverlässigsten und genauesten bestimmen lässt. Aus Sicht der klinischen Pathologie weist die IHC mehrere inhärente und wesentliche Unzulänglichkeiten auf, die sich auf die genaue Beurteilung des HER2-Status negativ auswirken können. Die Formalinfixierung von Geweben ist wichtig, um die Zellmorphologie stabilisieren zu können, führt bei der IHC-Methode jedoch zu Variablen, auf die im Labor kein Einfluss genommen werden kann. Konkret kann die Formalinfixierung das HER2-Epitop zerstören und so falsch negative IHC-Ergebnisse zur Folge haben. Zur Minimierung dieses Mankos kommen mittlerweile Antigendemaskierungsverfahren zum Einsatz. Allerdings resultiert diese Antigendemaskierung in einer erheblichen Anzahl an falsch positiven IHC-Ergebnissen.

 

Das Ziel des direkten FISH-Verfahrens ist die stabile DNA auf molekularer Ebene in formalinfixierten, paraffineingebetteten Gewebeproben, wodurch die mit der IHC-Methode verbundenen Fehlklassifikationen umgangen werden. Das direkte FISH-Verfahren ist eine sehr empfindliche Methode, die äußerst genaue, zuverlässige und reproduzierbare Ergebnisse liefert, da einfach die Anzahl der Fluoreszenzsignale gezählt wird. Auf der Grundlage dieser eindeutigen Ergebnisse kann der Pathologe den HER2-Status genau beurteilen und letztendlich Onkologen und Patientinnen den Weg zur wirksamsten Therapie weisen.

 

Was ist das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit?

Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit enthält patentierte, direktmarkierte DNA-Sonden für die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung und erbringt eindeutige Ergebnisse auf molekularer Ebene. Die FISH-Methode ist ein molekulargenetisches Verfahren, bei dem eine fluoreszierende DNA-Sonde unter dem Mikroskop ein helles Signal erzeugt. Das Signal entsteht, wenn die Sonde selektiv an die gen- oder chromosomspezifische komplementäre DNA bindet. Das PathVysion HER2-DNA-Sonden-Kit umfasst zwei Sonden. Eine Sonde ist für das HER2-Gen bestimmt, während die andere DNA-Sonde an das Chromosom-17-Zentromer bindet. Die Signale erscheinen als orangefarbene (HER2-Gen) bzw. grüne (Chromosom 17) fluoreszierende Punkte. Dadurch lässt sich nicht nur das Verhältnis von HER2- zu Chromosom-17-Signalen berechnen, sondern auch der Einfluss einer Aneuploidie des Chromosoms 17 korrigieren, die nicht unbedingt einen amplifizierten HER2-Status bedeutet. Dank dieser FISH-Methode mit Direktmarkierung ermöglicht der PathVysion HER2-Assay eine genaue, zuverlässige und reproduzierbare Beurteilung des HER2-Status bei Mammakarzinomen.

 

Was ist die FISH-Methode mit Direktmarkierung? 

Die FISH-Methode hat sich in diagnostischen Laboren als weit verbreitetes Routineverfahren etabliert. Im Handel sind zwei FISH-Tests erhältlich – einmal mit Direktmarkierung und einmal mit indirekter Markierung.

 

Bei der FISH-Methode mit Direktmarkierung werden Sonden verwendet, die mit einem bestimmten Fluorophor vormarkiert sind, sodass das Fluoreszenzsignal in einem einzigen Hybridisierungsschritt an das Ziel binden kann. Diese Methode ist weiter entwickelt, umfasst weniger Arbeitsschritte, ist leichter auszuwerten und stellt die Ergebnisse in kürzerer Zeit bereit. Bei der HER2-Beurteilung mittels PathVysion kommen eine sequenzspezifische DNA-Sonde für das HER2-Gen und eine zweite, separate DNA-Sonde, die mit einem anderen Fluorophor markiert ist, für die wiederholten Sequenzen am Zentromer des Chromosoms 17 (das HER2-Gen liegt auf dem Chromosom 17) zum Einsatz. Abbott Molecular ist auf die FISH-Methode mit Direktmarkierung spezialisiert.

 

Bei der FISH-Methode mit indirekter Markierung werden Sonden verwendet, die mit einem Hapten (zumeist Digoxigenin) vormarkiert sind. Nach der Hybridisierung dienen Fluorochrom-markierte Antikörper am Hapten der Sondendetektion. So ergeben beispielsweise Digoxigenin-Antikörper ein „Sandwich“-artiges Assay-Resultat. Das indirekte FISH-Verfahren erfordert darüber hinaus zusätzliche blockierende Reagenzien sowie Amplifikationsschritte und geht Berichten zufolge mit einem höheren Maß an Problemen mit Hintergrundfluoreszenz einher. Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Bearbeitung nach der Hybridisierung kann in geschäftigen klinischen Labors Störungen im Arbeitsablauf verursachen; daher ist die FISH-Methode mit Direktmarkierung ein überlegenes Verfahren, das viele Vorteile bietet.

 

Warum umfasst das PathVysion HER2-DNA-Kit eine Sonde für das Chromosom 17?

Das HER2-Gen liegt auf dem Chromosom 17. Die Grenze zwischen normal und auffällig ist biologisch bedingt; dabei ist mehr als eine Kopie des HER2-Gens pro Chromosom 17 eine Anomalie. Die Bestimmung des Verhältnisses der HER2-Genkopiezahl zur Kopiezahl des Chromosoms 17 hilft dabei, zwischen einer Aneusomie des Chromosoms 17 und einer tatsächlichen HER2-Genamplifikation zu differenzieren. Bei einer Aneusomie liegen in der Zelle mehr als die normalen zwei Kopien des Chromosoms 17 vor, woraus folgt, dass mehr als die normalen zwei Kopien des HER2-Gens vorhanden sind. Im Ergebnis bedeutet dies, dass keine HER2-Amplifikation besteht. Dementsprechend dient das Verhältnis von HER2 zu Chromosom 17 im PathVysion Assay der Abgrenzung.

 

Die Chromosom-17-Kontrollsonde dient des Weiteren als methodologische interne Kontrolle für die Hybridisierung und als Kontrolle für „Zellkerntrunkierungen“. Eine Zellkerntrunkierung kann beim Umgang mit Gewebe solider Tumoren entstehen. Die meisten Zellkerne sind ca. 10 &mgr;m dick und für den Test wird ein 4 bis 6 &mgr;m dickes Stück entnommen. Die Chromosom-17-Sonde dient der Beurteilung der Trunkierung und sorgt dafür, dass bei der Bewertung der HER2-Amplifikation die korrekten Zellkerne untersucht werden.

 

Welche klinischen Studien wurden zum PathVysion HER2-Assay durchgeführt?

In der klinischen Pivotstudie wurde gezeigt, dass eine mittels PathVysion HER2-DNA-Sonde ermittelte HER2-Amplifikation die Identifikation von Patientinnen ermöglicht, die eine ungünstige Prognose aufweisen und zudem wahrscheinlicher von einer Dosisintensivierung einer Doxorubicin-basierten Therapie profitieren. Mit dem PathVysion HER2-Assay ließ sich eine HER2-Amplifikation zuverlässig nachweisen, womit bestätigt wird, dass zwischen CAF (Cyclophosphamid, Doxorubicin und 5-Fluoruracil) und amplifiziertem HER2 signifikante Wechselwirkungen stattfinden.

 

Gemäß den in der Herceptin Packungsbeilage enthaltenen Daten aus einer retrospektiven Analyse bei 660 Patientinnen, die an den klinischen Studien zu Herceptin teilgenommen haben (alle mit Grad 2+ oder 3+ im IHC-Klinische-Studie-Assay), überwogen die klinischen Vorteile von Herceptin bei FISH-positiven Patientinnen im Vergleich zu FISH-negativen Patientinnen. In der einarmigen Studie zur Herceptin-Monotherapie betrug die Gesamtansprechrate bei Patientinnen, deren Tumoren als FISH-positiv getestet wurden, 20 %, während bei FISH-negativen Patientinnen überhaupt kein Ansprechen festgestellt werden konnte.

 

Warum kann es von Vorteil sein, zur Beurteilung des HER2-Status speziell den PathVysion HER2-DNA-FISH-Assay mit Direktmarkierung anzufordern?

Bei invasiven Mammakarzinomen ist die Beurteilung des HER2-Status im Rahmen der Therapieauswahl mittlerweile Standard, wobei einige Labore den HER2-Status noch mittels der IHC-Methode bestimmen. PathVysion wurde von der FDA als einziges HER2-Beurteilungsverfahren wie folgt zugelassen: als Hilfsmittel bei der Bestimmung prognostischer Faktoren von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II; als Hilfsmittel für die Prognose der erkrankungsfreien und der Gesamtüberlebenszeit von Patientinnen mit lymphknotenpositivem Brustkrebs im Stadium II, die mit einer Doxorubicin-basierten Chemotherapie behandelt werden; und zur Unterstützung bei der Auswahl der Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Herceptin (Trastuzumab).

 

Kann der PathVysion HER2-Assay in einem durchschnittlichen Labor durchgeführt werden?

Ja. Die meisten großen Referenzlabors, Krebszentren und viele lokale Krankenhäuser nutzen den PathVysion HER2-Assay mittlerweile als primäre Methode zur Beurteilung des HER2-Status. Das Protokoll für den PathVysion HER2-Assay lässt sich problemlos in jedem Labor, das derzeit noch IHC-Tests durchführt, umsetzen.

 

Wie kann ich meinen Patientinnen die Vorteile des PathVysion HER2-Assays näherbringen?

Die Ergebnisse des PathVysion HER2-Tests können den Patientinnen am besten erklärt werden, indem Sie ihnen aufzeigen, welche direkten Auswirkungen der Befund auf die Therapie hat, die sie höchstwahrscheinlich erhalten. Wenn Brustkrebspatientinnen ihren HER2-Status kennen, zeichnen sich die möglichen Therapieoptionen deutlich ab.

 

Bei welchen Patientinnen sollte der PathVysion HER2-Assay durchgeführt werden?

HER2-Tests sind bei der Behandlung invasiver Mammakarzinome von entscheidender Bedeutung. In den ASCO-Richtlinien und den NCCN-Praxisrichtlinien werden HER2-Tests für alle Patientinnen mit invasivem Mammakarzinom empfohlen.  In den NCCN-Praxisrichtlinien wird zudem darauf hingewiesen, dass Patientinnen zwar entweder mittels IHC oder FISH untersucht werden sollten, alle IHC-Ergebnisse ab 2+ jedoch mittels eines FISH-Verfahrens zu bestätigen sind.

 

Wo kann ich weitere Informationen zum PathVysion HER2-Assay erhalten?

Weitere Informationen zum PathVysion HER2-Test erhalten Sie aktuell von Abbott Molecular Inc. Hierzu zählen beispielsweise technische Informationen, Daten aus klinischen Studien (Packungsbeilage), eine Patientenbroschüre mit Fragen und Antworten sowie eine Laborbroschüre. Für weitere Informationen können Sie sich jederzeit unter +1-800-553-7042 an Abbott Molecular wenden.

 
 
 
 
Links

 

Zusätzliche Informationsquellen zu Brustkrebs und für Patientinnen:

 

American Society of Clinical Oncology

Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) ist eine gemeinnützige Organisation, deren Hauptziele darin bestehen, die Krebsversorgung und -prävention zu verbessern und dafür zu sorgen, dass alle Krebspatienten eine Versorgung der höchsten Qualität erhalten.

 

BreastCancer.org

Breastcancer.org ist eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die zuverlässigsten, vollständigsten und aktuellsten Informationen zu Brustkrebs bereitzustellen. Sie sieht Ihre Aufgabe darin, Frauen und deren Angehörigen dabei zu helfen, die komplexen medizinischen und persönlichen Informationen zu Brustkrebs zu verstehen, damit sie die für ihr Leben bestmögliche Entscheidung treffen können.

 

Breast Treatment Task Force

Bei der Breast Treatment Task Force handelt es sich um ein bahnbrechendes Programm, das es Patienten ohne Zugang zu einer Krankenversicherung ermöglicht, kostenlos Operationen und Behandlungen zu erhalten.

 

CancerCare

CancerCare ist eine gemeinnützige US-amerikanische Organisation mit dem Ziel, allen von einer Krebserkrankung betroffenen Personen kostenlose, professionelle Hilfe zukommen zu lassen. Dies gilt sowohl für Krebspatienten als auch deren Betreuer, Kinder, Angehörige und Hinterbliebene. Die Programme von CancerCare – beispielsweise zur Beratung, Aufklärung und Weiterbildung, finanziellen Unterstützung und praktischen Hilfestellung – werden von ausgebildeten, auf die Onkologie spezialisierten Sozialarbeitern umgesetzt und sind vollkommen kostenlos.

 

College of American Pathologists

Das College of American Pathologists, die führende Organisation approbierter Pathologen, dient Patienten, Pathologen und der Öffentlichkeit durch die Förderung von und den Einsatz für Exzellenz in der Pathologie und Labormedizin.

 

Dr. Susan Love Research Foundation

Das Ziel der Dr. Susan Love Research Foundation ist es, Brustkrebs gänzlich zu besiegen und die Gesundheitsqualität von Frauen durch innovative Forschung, Aufklärung und Unterstützung zu verbessern.

 

Living Beyond Breast Cancer

Living Beyond Breast Cancer widmet sich der Unterstützung von Brustkrebspatienten. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese die Diagnose gerade erst erhalten haben, sich bereits in Behandlung befinden, ihre Behandlung vor Kurzem abgeschlossen haben, ihre Erkrankung vor Jahren überwunden haben oder mit einer fortgeschrittenen (metastasierten) Erkrankung leben.

 

National Breast Cancer Coalition

Die National Breast Cancer Coalition ist in den USA die größte Beratungsorganisation im Bereich Brustkrebs mit hunderten Mitgliedsorganisationen und zehntausenden Einzelmitgliedern. 

 

Die Schwesterorganisation der NBCC, der National Breast Cancer Coalition Fund, unterstützt und schult die Mitglieder in allen Belangen bei dem Ziel, Brustkrebs endgültig zu besiegen. Die Patienten erhalten Hilfsmittel an die Hand, um ihre eigenen fundierten Entscheidungen treffen und mit Gesetzgebern, Wissenschaftlern und klinischen Entscheidungsträgern zusammenarbeiten zu können.

 

National Coalition for Cancer Survivorship

Die National Coalition for Cancer Survivorship ist die älteste von Überlebenden geführte Krebsberatungsorganisation der USA und auf Bundesebene ein hoch angesehenes authentisches Sprachrohr. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass alle US-Bürger Zugang zu einer Krebsversorgung hoher Qualität erhalten, und unterstützt Krebsüberlebende.

 

National Comprehensive Cancer Network

Das National Comprehensive Cancer Network (NCCN), eine gemeinnützige Allianz aus 21 der weltweit führenden Krebszentren, widmet sich der Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit bei der Versorgung von Krebspatienten. Das primäre Ziel aller NCCN-Initiativen ist die Verbesserung von Qualität, Wirksamkeit und Effizienz onkologischer Praktiken, damit die Patienten besser leben können.

 

Oncology Nursing Society

Die Oncology Nursing Society (ONS) ist eine Berufsorganisation mit mehr als 33.000 registrierten Pflegekräften und anderen Gesundheitsdienstleistern, die sich für Exzellenz in den Bereichen Patientenversorgung, Weiterbildung, Forschung und Verwaltung in der onkologischen Pflege einsetzt.

 

Breast Cancer Research Foundation

Die Breast Cancer Research Foundation ist eine gemeinnützige Organisation, deren Ziele die Prävention und die Heilung von Brustkrebs sind. Hierzu stellt sie dringend benötigte finanzielle Mittel für die in weltweit führenden Medizinzentren durchgeführte innovative klinische und genetische Forschung bereit und klärt die Öffentlichkeit über eine gute Brustgesundheit auf.

 

Vital Options International

Das Vital Options® International TeleSupport® Cancer Network ist eine gemeinnützige Organisation, die Informationen zu Krebs bereitstellt und Patienten unterstützt und berät. Ihr Ziel ist das Vorantreiben des weltweiten Krebsdialogs mithilfe von Kommunikationstechnologien, um alle Menschen, die in irgendeiner Weise von einer Krebserkrankung betroffen sind, zu erreichen.

 

The Wellness Community

Die The Wellness Community ist eine internationale gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, von Krebs betroffenen Menschen Informationen und Unterstützung zukommen zu lassen und sie mit den erforderlichen Fähigkeiten auszustatten, um die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, sich aus ihrer Isolation zu befreien und wieder Hoffnung zu schöpfen – und zwar unabhängig von ihrem Erkrankungsstadium.

 

Young Survival Coalition

Die Young Survival Coalition (YSC) ist ein internationales, gemeinnütziges Netzwerk von Brustkrebsüberlebenden und Unterstützern, das sich den Sorgen und Problemen widmet, von denen nur junge Frauen betroffen sind und die speziell bei Brustkrebs auftreten. Durch Aktionen, Beratung und Aufklärung versucht die YSC, medizinische, wissenschaftliche, auf Brustkrebs spezialisierte und legislative Gemeinschaften zu informieren und davon zu überzeugen, sich mit dem Thema Brustkrebs bei Frauen bis einschließlich 40 Jahren zu befassen.

 
 
 
 
GLOSSAR

 

Adjuvante Chemotherapie

Krebsmedikamente, die zusätzlich zu einer Operation und/oder einer Strahlentherapie als Erstbehandlung dienen, bevor eine erkennbare Streuung des Tumors vorliegt, und das Ziel haben, ein erneutes Auftreten der Erkrankung zu verhindern oder zu verzögern

 

Zentromer

Der eingeschnürte Bereich, der sich normalerweise in der Nähe der Chromosomenmitte (am Verbindungspunkt zweier Chromosomenarme) befindet und aus vielfach wiederholten DNA-Sequenzen besteht

 

Chromosom

Struktur in einer Zelle, auf der sich Gene befinden und die aus einem stark komprimierten DNA-Strang besteht.

 

Chromosomenanomalien

Diese können entweder struktureller oder numerischer Natur sein. Strukturelle Anomalien sind beispielsweise Translokationen, Deletionen oder Insertionen, Duplikationen und Amplifikationen. Numerische Anomalien sind entweder zusätzliche oder fehlende Chromosomen.

 

DNA

Ein Akronym für Desoxyribonukleinsäure (vom Englischen „DeoxyriboNucleic Acid“). Die DNA enthält alle Informationen, die für die Entwicklung und Funktionen eines Organismus erforderlich sind. Die vier chemischen Bausteine der DNA sind Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin.

 

DNA-Sonde

Ein künstlich hergestelltes (synthetisches) Segment der DNA, das eine Zielsequenz von Chromosomen, Genen oder Gensequenzen ergänzen soll. Beim FISH-Verfahren wird das synthetische DNA-Stück an einen Fluoreszenzindikator oder Marker gekoppelt, sodass die Chromosomen oder Gene, an die es bindet (oder an denen es hybridisiert), unter einem Fluoreszenzmikroskop direkt sichtbar sind.

 

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)

Ein Verfahren, bei dem eine fluoreszenzmarkierte DNA-Sonde zur Erkennung eines bestimmten Chromosoms oder Gens eingesetzt wird

 

Fluoreszenz

Beim FISH-Verfahren sind Fluoreszenzsignale unter einem Fluoreszenzmikroskop sichtbar. Bei der Fluoreszenz handelt es sich um abgestrahltes Licht. Sie entsteht, wenn Strahlung einer bestimmten Wellenlänge aufgenommen und unmittelbar darauf (in einer normalerweise anderen Wellenlänge) wieder abgestrahlt wird. Wenn die ursprüngliche Strahlung nicht mehr abgegeben wird, endet die Fluoreszenz nahezu im selben Augenblick.

 

Gen

Ein Segment der Nukleinsäure, das die erforderlichen Informationen für die Herstellung eines funktionellen Produkts, normalerweise ein Protein, enthält. Gene sind die biologischen Einheiten der Vererbung. Sie wechselwirken miteinander und beeinflussen so die körperliche Entwicklung und das Verhalten.

 

Genamplifikation

Erhöhung der normalen Kopienzahl eines Gens

 

Hybridisierung (z. B. DNA-Hybridisierung)

Der Vorgang, bei dem zwei komplementäre DNA-Stränge miteinander verbunden werden. 

in situ An der natürlichen oder ursprünglichen Position

 

Metastasiert

Die Bezeichnung „metastasierter Brustkrebs“ bezieht sich auf eine Krebserkrankung, die nicht mehr nur in der Brust besteht, sondern in entfernte Bereiche gestreut hat.

 

Nukleinsäure

Eine Nukleinsäure ist ein komplexes, hochmolekulares Molekül und besteht aus Nukleotidketten, die genetische Informationen übermitteln. Die häufigsten Nukleinsäuren sind die Desoxyribonukleinsäure (DNA) und die Ribonukleinsäure (RNA, vom Englischen „RiboNucleic Acid“). Nukleinsäuren finden sich in allen lebenden Zellen und Viren.

 
 
 
 

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